Spezialisierungsgebiet: Behandlung von Essstörungen

EINZELTHERAPIE

GRUPPENTHERAPIE

Wenn Essen zur Qual wird

 

Zwar gehört die Nahrungsaufnahme zu unseren menschlichen Grundbedürfnissen, dennoch kann sie im Rahmen einer Essstörung derart gestört sein, dass schwerwiegende gesundheitliche, psycho-soziale oder sogar tödliche Folgen entstehen können. Essen ist bei Betroffenen von Essstörungen Qual - steht nicht mehr im Zusammenhang mit Genuss, Wohlbefinden oder Lebensfreude. Die Attraktivität des eigenen Körpers wird zum Maß für ein positives oder negatives Selbstwertgefühl. Tiefe Selbstzweifel bei Abweichungen des Körperideals führen oft zu depressiven Phasen, v.a. aber zu einer zuzüglichen Verschlechterung der Lebensqualität. Betroffene leiden sehr oft unter einer massiven Angst zu dick werden zu können. Über das (Nicht-)Essen werden negative Gefühle zu regulieren versucht. Ebenso kann das (Nicht-)Essen als Mittel zur Autonomiegewinnung oder Abgrenzung eingesetzt werden. 
 

 
 

In unserer Praxis behandeln wir das Gesamtspektrum an Essstörungsformen - sowohl in Einzeltherapiesitzungen als auch in einer spezifischen Gruppenpsychotherapie für essgestörte Patienten. Klassisch werden die Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-Brech-Sucht) und Binge-Eating-Störung (wiederkehrende Essattacken ohne Gegenregulation) unterschieden. Eine klare Abgrenzung ist in der Praxis jedoch sehr schwierig - Mischformen oder auch Wechsel von einer Essstörung in eine andere Form kommen häufig vor. Dass ausschließlich Frauen an Essstörungen leiden ist ein weit verbreiteter Mythos, wenngleich häufiger bei Mädchen oder Frauen Essstörungen diagnostiziert werden. In unserer Praxis behandeln wir essgestörte Frauen und Männer.

 
 

Die Anorexie oder auch Anorexia nervosa ist i.d.R. durch ein gesundheitsbedrohliches Untergewicht gekennzeichnet. Der Gewichtsverlust wird durch Hungern, Sport, Medikamente oder Erbrechen herbeigeführt. Die durch solche Maßnahmen erlebte Kontrolle über den eigenen Körper lassen das Selbstwertgefühl steigen. Kehrseite der Medaille sind zahlreiche physiologische oder somatische Beschwerden, wie etwa brüchige Nägel und Haare, ein deutlicher Haarflaum in Gesicht und Rücken, die so genannte Lanugobehaarung oder aber Haarausfall. Ebenso zählen Schlafstörungen und ein ständiges Kältegefühl zu direkten negativen Folgen des Untergewichts. Im Extremfall können Osteoporose, periphere Ödeme oder Nierenversagen auftreten.  
 

Menschen mit Bulimie oder auch Bulimia nervosa haben oft ein normales Gewicht. Typisch sind bis zu mehrmals täglich auftretende Ess-Brech-Attacken, die meistens geheim gehalten werden, sodass die Betroffenen nach außen hin unauffällig wirken. Das Gefühl des Kontrollverlusts bei den Essanfällen beschreiben Betroffene als leidvoll. Schuld- und Schamgefühle treiben in gegenregulatorische Maßnahmen - meistens das Erbrechen, es kann sich aber auch um Hungern, extremes Sportverhalten oder die Einnahme von Medikamenten handeln. Neben einer Vergrößerung der Speicheldrüsen kann es durch das häufige Erbrechen zu Kariesbildung, aber auch gefährlichen Elektrolytentgleisungen kommen, die stationär behandelt werden müssen.

  

Bei der Binge-Eating-Störung kommt es ähnlich wie bei der Bulimie zu wiederholten Eppisoden von Essanfällen, allerdings ohne Gegenregulation, die häufig zu Übergewicht oder sogar Adipositas, d.h. extremes Übergewicht, führen können. Alleine essen, das Gefühl von Ekel, Schuld, Traurigkeit sind typische Zeichen des auch bei dieser Störung erlebten Kontrollverlusts. Insbesondere, wenn extreme Übergewichtsformen vorliegen, besteht ein deutlich erhöhtes Risiko schon als relativ junger Mensch Herz-Kreislauferkrankungen zu entwickeln.

 
 

Empfohlen wird, Essstörungen hauptsächlich psychotherapeutisch zu behandeln. Dennoch ist uns als qualifizierte Praxis, gerade bei der Bahandlung von Essstörungen, die kombinierte Mitbehandlung von Hausärzten, Fachärzten und Ernährungsberatern sehr wichtig. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei mitbehandelnden Ärzten sind daher für die Aufnahme einer Therapie in unserer Praxis daher obligatorisch. 

 
 

Ziel bei der Behandlung aller Essstörungen ist in unserer Praxis wieder ein gesundes Verhältnis zur Nahrungsaufnahme zu erlangen, ein "normales" Essverhalten zu etablieren und Essen auch wieder als Genussquelle in den Alltag einziehen zu lassen. Hierdurch können insgesamt wieder mehr Lebensqualität, positive Gefühle und angenehme Aktivitäten in das Leben der Betroffenen erzielt werden. 

 
 

In der Therapie findet daher eine genaue Analyse der aufrechterhaltenden und auslösenden Bedingungen statt. Durch genaue Analysen wird gemeinsam die Funktion der vorliegenden Essstörung beleuchtet, um somit durch bessere bzw. gesündere Verhaltensweisen und Möglichkeiten den Selbstwert oder das Körpergefühl zu steigern, Selbstkontrolle zu erlangen oder besser mit negativen Gefühlen umgehen zu können.

Selbsttest

Zusammenstellungen von Fragen zu Selbsttest zu Anorexie und Bulimie finden Sie auch im Internet im Webangebot von psychenet - Hamburger Netz psychische Gesundheit unter:

www.psychenet.de/psychischegesundheit/selbsttests/essstörungen.html

Einen Quick-Check bietet auch folgende Seite des Bundesfachverbands für Essstörungen:

www.bundesfachverbandessstoerungen.de/service/quick-check-essstoerungen.php

Umfrage Uniklinikum Jena

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie des Universitätsklinikums Jena würden wir Sie gern zu Ihrer Sichtweise und Ihren Erfahrungen mit Informationen, Prävention, Nachsorge und Beratung bei Essstörungen befragen. Diese Umfrage ist für betroffene Personen sowie Angehörige und nahestehende Personen gedacht.

Um an der Umfrage teilzunehmen klicken Sie bitte auf folgenden Link:

http://www.ukjumfrage.med.uni-jena.de/limesurvey250/index.php?r=survey/index/sid/655443/

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